Wie viel Hefe wirklich nötig ist
Fast alle nehmen zu viel. Die Hefemenge ist nicht fest: sie hängt vor allem davon ab, wie viele Stunden man wartet und welche Temperatur herrscht.
Grundregel
Je mehr Zeit du der Gärung gibst, desto weniger Hefe brauchst du. Mit wenig Hefe und viel Zeit reift der Teig besser und ist bekömmlicher.
Richtmengen (Frischhefe pro 1 kg Mehl)
| Gesamtstunden | Bei 20°C | Im Kühlschrank |
|---|---|---|
| 4–6 h | 10–15 g | — |
| 8–12 h | 3–5 g | — |
| 24 h | 1–2 g | 1–3 g |
| 48–72 h | — | 0,5–1 g |
Frisch oder trocken
Trockenhefe ist etwa dreimal stärker als frische: 1 g trocken ≈ 3 g frisch. Teile also die Tabellenmengen durch drei, wenn du trockene nimmst.
Häufige Fragen
Ist wenig Hefe und viel Zeit besser?
Ja: das ist das Geheimnis eines leichten, bekömmlichen Teigs. Zu viel Hefe gibt Bier-Geschmack und Schwere.
Wie viel trocken statt frisch?
Etwa ein Drittel: 1 g trocken entspricht 3 g frisch.
Zählt die Temperatur?
Sehr: in der Wärme eilt die Hefe, in der Kälte bremst sie. Dieselbe Dosis ergibt bei 20°C oder im Kühlschrank andere Ergebnisse.
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